Zikavirus, eine ernsthafte Bedrohung?

Seit einigen Wochen ist das Zikavirus, das sich in Mittel- und Südamerika ausbreitet und durch Mücken übertragen wird, sehr präsent in den Medien. Eine weitere Ausbreitung vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten wird befürchtet.

Die Symptome bei einer Erkrankung sind meist milde ausgeprägt, es werden vor allem Fieber, Hautausschlag, Gelenk- und Gliederschmerzen und Bindehautentzündung beschrieben, die drei bis zwölf Tage nach dem Stich einer infizierten Mücke auftreten. Ein Großteil der Infektionen verläuft vermutlich völlig ohne Symptome.

Eine Impfung oder spezielle Therapie gegen die Infektionskrankheit gibt es bislang nicht. Gefährlich scheint das Virus in erster Linie für Schwangere zu sein. Es mehren sich die Hinweise, dass eine Infektion in der Schwangerschaft zu Hirnfehlbildungen mit einem besonders kleinen Kopf und schweren Behinderungen des ungeborenen Kindes führen kann. Daher wird insbesondere Schwangeren von Reisen in betroffene Gebiete abgeraten. Für Deutschland wird die Gefahr bislang glücklicherweise als gering eingestuft.

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